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Ausgabe Februar
Heft 01/2010


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The many faces of South Africa

"Es ist an der Zeit!"
Im WM-Jahr 2010 steht Südafrika im Rampenlicht

Südafrika - das sind atemberaubende Landschaften, mildes Klima und wilde Tiere, genauso wie gesellschaftliche Konflikte, Kriminalität und Aids. Der World Cup 2010 ist eine Chance für das Land. Das Sportevent stellt die Nation am südlichen Zipfel Afrikas aber... mehr



1. Einleitung

Matthias Voigt

"Es ist an der Zeit!"


Im WM-Jahr 2010 steht Südafrika im Rampenlicht
Südafrika - das sind atemberaubende Landschaften, mildes Klima und wilde Tiere, genauso wie gesellschaftliche Konflikte, Kriminalität und Aids. Der World Cup 2010 ist eine Chance für das Land. Das Sportevent stellt die Nation am südlichen Zipfel Afrikas aber auch auf die Probe.

Wenn im Juni der Anpfiff für das erste WM-Spiel ertönt, steht Südafrika im Rampenlicht. "Ke Nako", "es ist an der Zeit!", ruft der offizielle FIFA-Slogan in den südafrikanischen Sprachen Sesotho und Setswana in die Welt - Zeit, dass nach 106 Jahren FIFA-Existenz erstmals eine Fußball-WM auf dem "vergessenen Kontinent" stattfindet. Die Medien werden Südafrika nicht nur als Ausrichter des Sportspektakels, sondern auch als Repräsentanten des gesamten afrikanischen Kontinents wahrnehmen. Das Kap mit all seinen Facetten wird die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Nation der Vielfalt
Die junge Nation steht für kulturelle, sprachliche und ethnische Vielfalt. Das Land mit seinen rund 49 Millionen Einwohnern vereint 79,3% schwarze und 9,1% weiße Afrikaner, 9% coloureds und 2,6% Asiaten. Die Menschen kommunizieren in elf Amts- und einer Vielzahl weiterer Sprachen. Südafrika, das ist auch mildes Klima, idyllische Landschaften und wilde Natur (vgl. S. 32). Während im Landesinneren die big five der Savanne leben - Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard - haben Brillenpinguine ihre Brutkolonien auf Inseln vor Kapstadt eingerichtet.

Koloniale Herrschaft
Schon früh wussten die Europäer den Wert des Kaps zu schätzen. 1652 gründeten sie Kapstadt als strategischen Außenposten auf dem Weg zu ihren Kolonialreichen im Osten. Nach den Holländern übernahmen Briten 1814 formell die Herrschaft. Niederländische, deutsche und französische Siedler drangen ins Landesinnere vor. Diese freien Bürger, auch als Afrikaaner bezeichnet, wurden zu Buren, niederländisch: Boeren. An den Grenzen der kolonialen Ausdehnung kam es zu Konflikten. Im zweiten Viertel des 20. Jahrhunderts mündete die von den Kolonialherren initiierte rassische Unterdrückung in die Apartheid, eines der unfreiesten Gesellschaftssysteme der Welt, das alle Bereiche des privaten und öffentlichen Zusammenlebens prägte.

Das Ende der Apartheid
Vor weniger als zwei Jahrzehnten beobachtete eine überraschte Weltöffentlichkeit die schrittweise Überwindung der Apartheid-Ära und die Demokratisierung des Landes. Nelson Mandela und Frederik de Klerk erhielten 1993 den Friedensnobelpreis. Ein Jahr später wurde Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt. Die besondere Art der Vergangenheitsbewältigung durch "Wahrheit und Versöhnung" mithilfe der Truth and Reconciliation Commission hielt das öffentliche Interesse wach. 2010 richtet auch Praxis Englisch den Fokus auf die Rainbow Nation. Fernab des Scheinwerferlichtes der Stadien beschäftigen wir uns mit der Apartheid und deren Einfluss auf Bildung und Sport, dem Leben südafrikanischer Teenager sowie aktueller Musik vom Kap, wildlife und Kunst. In den Special Features (S. 23-30) berichten südafrikanische Journalisten von Gangs, Townships oder Diamanten und natürlich auch von der Stimmung zur WM. Wir wünschen Ihnen und Ihren Schülern viel Spaß bei der Entdeckungsreise - and wish you a warm South African welcome!


2. Thema

3. Praxis

4. Special Feature

5. Focus