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The many faces of South Africa
"Es ist an der Zeit!"
Im WM-Jahr 2010 steht Südafrika im Rampenlicht
Südafrika - das sind atemberaubende Landschaften, mildes Klima und wilde Tiere, genauso wie gesellschaftliche Konflikte, Kriminalität und Aids. Der World Cup 2010 ist eine Chance für das Land. Das Sportevent stellt die Nation am südlichen Zipfel Afrikas aber... mehr
Matthias Voigt
"Es ist an der Zeit!"
Im WM-Jahr 2010 steht Südafrika im Rampenlicht
Südafrika - das sind atemberaubende Landschaften, mildes Klima und wilde Tiere, genauso wie gesellschaftliche Konflikte, Kriminalität und Aids. Der World Cup 2010 ist eine Chance für das Land. Das Sportevent stellt die Nation am südlichen Zipfel Afrikas aber auch auf die Probe.
Wenn im Juni der Anpfiff für das erste WM-Spiel ertönt, steht Südafrika im Rampenlicht. "Ke Nako", "es ist an der Zeit!", ruft der offizielle FIFA-Slogan in den südafrikanischen Sprachen Sesotho und Setswana in die Welt - Zeit, dass nach 106 Jahren FIFA-Existenz erstmals eine Fußball-WM auf dem "vergessenen Kontinent" stattfindet.
Die Medien werden Südafrika nicht nur als Ausrichter des Sportspektakels, sondern auch als Repräsentanten des gesamten afrikanischen Kontinents wahrnehmen. Das Kap mit all seinen Facetten wird die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Nation der Vielfalt
Die junge Nation steht für kulturelle, sprachliche und ethnische Vielfalt. Das Land mit seinen rund 49 Millionen Einwohnern vereint 79,3% schwarze und 9,1% weiße Afrikaner, 9% coloureds und 2,6% Asiaten. Die Menschen kommunizieren in elf Amts- und einer Vielzahl weiterer Sprachen.
Südafrika, das ist auch mildes Klima, idyllische Landschaften und wilde Natur (vgl. S. 32). Während im Landesinneren die big five der Savanne leben - Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard - haben Brillenpinguine ihre Brutkolonien auf Inseln vor Kapstadt eingerichtet.
Koloniale Herrschaft
Schon früh wussten die Europäer den Wert des Kaps zu schätzen. 1652 gründeten sie Kapstadt als strategischen Außenposten auf dem Weg zu ihren Kolonialreichen im Osten. Nach den Holländern übernahmen Briten 1814 formell die Herrschaft. Niederländische, deutsche und französische Siedler drangen ins Landesinnere vor. Diese freien Bürger, auch als Afrikaaner bezeichnet, wurden zu Buren, niederländisch: Boeren. An den Grenzen der kolonialen Ausdehnung kam es zu Konflikten. Im zweiten Viertel des 20. Jahrhunderts mündete die von den Kolonialherren initiierte rassische Unterdrückung in die Apartheid, eines der unfreiesten Gesellschaftssysteme der Welt, das alle Bereiche des privaten und öffentlichen Zusammenlebens prägte.
Das Ende der Apartheid
Vor weniger als zwei Jahrzehnten beobachtete eine überraschte Weltöffentlichkeit die schrittweise Überwindung der Apartheid-Ära und die Demokratisierung des Landes. Nelson Mandela und Frederik de Klerk erhielten 1993 den Friedensnobelpreis. Ein Jahr später wurde Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt.
Die besondere Art der Vergangenheitsbewältigung durch "Wahrheit und Versöhnung" mithilfe der Truth and Reconciliation Commission hielt das öffentliche Interesse wach.
2010 richtet auch Praxis Englisch den Fokus auf die Rainbow Nation. Fernab des Scheinwerferlichtes der Stadien beschäftigen wir uns mit der Apartheid und deren Einfluss auf Bildung und Sport, dem Leben südafrikanischer Teenager sowie aktueller Musik vom Kap, wildlife und Kunst. In den Special Features (S. 23-30) berichten südafrikanische Journalisten von Gangs, Townships oder Diamanten und natürlich auch von der Stimmung zur WM. Wir wünschen Ihnen und Ihren Schülern viel Spaß bei der Entdeckungsreise - and wish you a warm South African welcome!
Matthias Voigt
Land der Kontraste
Südafrika bietet zahlreiche spannende Möglichkeiten für den Englisch-Unterricht
Kraftzentrum von Industrie und Wirtschaft auf der einen, Hort von Kriminalität,
Aids und Armut auf der anderen Seite, ist Südafrika ein Land der Vielfalt und Gegensätze. Die Fußball-WM 2010 ist ein geeigneter Anlass, die junge Nation im Englisch-Unterricht auf die Agenda zu setzen.
Steffen Wachter
Bildung mit Bildern
Das Projekt "My idea of Africa" verbindet die Fächer Englisch und Kunst
Fächerverbindender Unterricht ist gefragt, doch wird er selten umgesetzt. Der folgende Vorschlag baut eine Brücke zwischen dem Kunst- und Englischunterricht. Davon profitieren beide Fächer.
Miriam Mannak
Teenage Life in Cape Town
Personal reports from South Africa
Three teenagers, three personalities. Justin, Kurt and Vanessa come from different parts of South Africa. They talked to journalist Miriam Mannak for Praxis Englisch about their daily lives, their fears, hopes and wishes.
Wolf Kampmann
Leaning towards Escapism
The Parlotones und die Rockszene Südafrikas
Südafrika ist alles andere als eine musikalische Großmacht. Im Gegenteil, auf der Poplandkarte markiert der Riesenstaat nur ein winziges Pünktchen. Das wird sich bald ändern, denn mit einer Band wie den Parlotones wird südafrikanischer Pop auch hierzulande bald zur Normalität gehören.
Neal McKenna
The Real Africa
Kruger National Park – a tourist attraction that protects wildlife
Located in Mpumalanga province in the north-eastern corner of South Africa, Kruger National Park consits of two million hectares of forests and grasslands. This region contains the most plant and animal diversity on the African continent.
Helen Brain
"My school experience"
A personal report on apartheid and education
When Helen Brain was at school in the 1960s and 70s, the only black children she knew were her domestic worker’s offspring. Since Nelson Mandela’s release from prison, however, things have changed profoundly. Today, her children attend school with children of all races.
Burghard Pilzecker
"Quotas are out"
Das Verhältnis zwischen Sport und Politik ist angespannt
Die Fußball-WM 2010 ist das große Ereignis für Südafrika. Doch es gibt kritische
Fragen: Wie steht es mit der Sicherheit? Wären die riesigen Summen für den Stadienbau besser in Bekämpfung von Aids, Wohnungsnot und Kriminalität in¬vestiert worden? Das Spannungsverhältnis zwischen Sport und Politik geht auch
am World Cup nicht vorbei.
Miriam Mannak
"It will be fun!"
South Africa and the 2010 football World Cup
With only a few months to go before thousands of football fans from all over the world flock to the country for the FIFA Soccer World Cup, South Africa is dotting the i’s and crossings the t’s to ensure that 2010 will be the greatest World Cup ever.
Miriam Mannak
Genuine African Hospitality
An increasing number of tourists are visiting Cape Town’s townships
In recent years, many people who have visited Cape Town have also been including a trip to the townships in their travel itinerary. Township residents are trying to overcome the consequences of racial segregation, and so these areas have become havens of culture, history, music, tradition and genuine African hospitality.
Sofia Tosolari
A game called ‘rape me’
Gangs are becoming a serious problem amongst South African youth
Gangsterism in schools is not just about a 17-year-old who brings a knife to school and stabs his classmate in the chest, barely missing his vital organs. It is a little more complex, and has its roots in South Africa‘s history, the ‘struggle’ and most importantly, the prisons.
Miriam Mannak
Sparkly Future
South Africa’s diamond industry flourishes
Many people automatically associate South Africa with diamonds. This is not without reason: the Rainbow Nation is the fifth largest diamond-producing country in the world. It is estimated that South Africa’s mines produced 493 million of the 2.76 billion carats yielded worldwide between the 1800s and 1995.
Joseph Pearson
Brain Drain
White South Africans look for a better life in Canada
Since the end of apartheid in 1994, Canada has been a popular destination for white South Africans. They claim to be both economic and racial refugees, looking for a better life. These emigrants have been criticised for contributing to a ‘brain drain’, because they take important skills out of a country where whites still enjoy employment rates six times higher than blacks.
Julia Hammer
South African English is lekker!
English varieties sollten im Englischunterricht thematisiert werden
South African English – ein Thema im Englischunterricht? Es spricht vieles dafür. Aktuelle Curricula erwähnen Südafrika als Lerngegenstand, auch die Auseinander¬setzung mit Englisch als global language wird gefordert. Differenzen der „Englishes“ sollten thematisiert, eine Gleichwertigkeit der Varietäten vermittelt werden.
Christoph Edelhoff
Wieviel Grammatik braucht der Mensch?
Nicht viel, sagt die moderne Fremdsprachendidaktik
Lange war die Grammatik Kern aller sprachlichen Bildung. Doch Drill und Pauken vermiesten ganzen Schüler-Generationen das Sprachenlernen. Ein moderner Unterricht setzt auf Kommunikation. Lerner sollen sich ihre Grammatik selbst erarbeiten.
Julia Hammer
Grammatik als Bildungsgegenstand
Neu und spannend Englischsprachige Jugendliteratur aus Südafrika erobert den Markt
Es geht um Aids und ethnische Probleme, um Religion und Tradition. Die Themen der englischsprachigen Kinder- und Jugendliteratur aus Südafrika sind so vielfältig wie das Land. Das Genre ist neu – aber spannend. Praxis Englisch stellt Ihnen ausgewählte Titel vor.